Warum die Überprüfung Ihres Geschäftsmodells wichtiger ist als ein Jahresplan

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Der Jahresanfang ist traditionell die Zeit für Unternehmen und Unternehmer, Ziele für die kommenden Monate zu erstellen und diese mit Aktionsplänen zu hinterlegen.  Ich möchte Sie heute dazu einladen, Ihr gesamtes Geschäftsmodell einem kleinen Gesundheitscheck zu unterziehen – ganz gleich, ob Sie ein Mittelständler, Grosskonzern oder Einzelunternehmer sind.

Fragt man (Einzel-)Unternehmer, was Ihre Ziele für das neue Jahr sind, vor welchen Herausforderungen sie stehen und warum sie diese Ziele noch nicht erreicht haben, so hört man nicht selten:  

Meine Ziele sind:

  • Umsatzsteigerung
  • Gehaltserhöhung
  • Launch eines neuen Produktes oder Services
  • Gewinnung von Neukunden
  • Erhöhung des durchschnittlichen Umsatzes / Kunde
  • Verbesserung der Kundenbindung
  • Neueinstellung von Personal
  • Steigerung der Bekanntheit steigern
  • Verbesserung der Marge
  • etc.

Bei den Herausforderungen finden wir häufig:

  • Work/Life Balance
  • mangelnder Effizienz, Organisation und Struktur
  • die Entwicklung des Online-business
  • Verbesserung der Kundenaquise
  • Ausbau des Netzwerkes
  • Verhältnis Zeitaufwand versus abgerechneter Zeit
  • Definition der Prioritäten

Sie sehen schon, es ergeben sich hier Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen den Zielen und den Herausforderungen. Diese begründen sich im Geschäftsmodell eines JEDEN Unternehmens, egal wie gross oder klein es ist. Daher zahlt es sich, von Zeit zu Zeit sein Geschäftsmodell auf Stärken / Schwächen und ggfs. notwendige Anpassungen zu überdenken.

In kleinen Strukturen wird das Geschäftsmodell häufig ein Mal bei der Gründung des Unternehmens formalisiert, aber im Laufe der Zeit nicht weiter verfolgt. Nach zwei bis drei Jahren Tätigkeit ändert das Unternehmen jedoch seinen Kurs, möchte wachsen und kennt seinen Markt inzwischen sehr gut, was von Zeit zu Zeit eine Anpassung der angebotenen Produkte und Dienstleistungen erfordert. 

Was ist also das Geschäftsmodell ?

Es setzt sich aus drei Elementen zusammen :

  1. die Wertschöpfung : für wen? Was?
  2. die Struktur und Prozesse (ebenfalls für Einzelunternehmer!): Wie?
  3. Gewinnrechnung: (Für) wieviel?

Beantworten Sie für sich also in einem ersten Schritt die einfachen Fragen:

Was biete ich an und für wen (Kunden / Produkte & Dienstleistungen, Preis) ?

Wie bringe ich mein Angebot an den Kunden (Wertschöpfungskette, Ressourcen, Kompetenzen)?

Wie setzt sich mein zu erwartender Ertrag zusammen (Umsatz, Kosten, Betriebskapital)?

Durch diese Formalisierung Ihres Geschäftsmodells gewinnen Sie bereits einen ersten Einblick und den hilfreichen Abstand, um möglichst objektiv Ihre aktuelle Situation analysieren zu können. 

Ich persönlich arbeite in einem 2. Schritt gerne mit dem „Business Model Canvas“ von A. Osterwalder, denn es ist ein sehr visuelles und ausführliches Tool für eine tiefergehende Analyse.

Es gibt zahlreiche Hebel, um Ihr Geschäftsmodell zu aktualisieren bzw. zu verbessern, auf der Angebotsebene oder bei der Struktur und Prozessen, eventuell sogar bei beiden Elementen:

Zugang zu neuen Ressourcen zu schaffen, Kooperationen mit Partnern oder gar Mitbewerbern, Veränderung einzelner Schritte der Wertschöpfungskette oder die Einführung neuer Technologien – das können neue Denkansätze für Ihre Struktur sein. In Bezug auf das Angebot können Sie neue Trends antizipieren (zB. in dem Sie über den Tellerrand und auf verwandte Märkte, andere Branchen schauen), nach neuen Wachstumssegmenten suchen, Ihre Einnahmequellen und / oder Preise ändern, aktuelle Nichtkunden zu identifizieren. Wo drückt Ihren Kunden der Schuh, inwiefern können Sie hier Abhilfe leisten, wie können Sie Ihre Marke mit mehr Emotionen aufladen?

Das Streben nach Verbesserung und Innovation in Ihrem Geschäftsmodell ist ein iterativer Prozess.

Je zahlreicher und unterschiedlicher die Teilnehmer an diesem Denkprozess sind,  desto besser. Beiträge aus unterschiedlichen Abteilungen, von Kunden, Zulieferern, Partnern eröffnen Ihnen neue Perspektiven. Ziel ist es zunächst, so viele neue Ideen wie möglich zu generieren (Think out of the box! Go crazy!). Diese Ideen gilt es dann zu analysieren, testen, ausschließen oder validieren und so weiter.

Die ganzheitliche Betrachtung Ihres Geschäftsmodells erlaubt es Ihnen, die Wechselwirkungen zwischen Ihrem Angebot, Ihrem Betrieb und Ihren Tarifen zu erkennen. Die daraus resultierenden Prioritäten und  Maßnahmen werden umfassender und innovativer sein und Sie auf den Weg zu nachhaltigem Wachstum bringen.

Neugierig geworden? Gerne tausche ich mich mit Ihnen über Ihre individuellen Bedürfnisse und Fragen aus. Let your business rock!!!

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