Check-Up Innovation: Wie innovationsfreundlich ist Ihr Unternehmen?

Innovationen bieten nicht nur Großunternehmen Chancen, auch und gerade der Mittelstand sowie Kleinunternehmen können sich durch Innovationen eine hohe nationale wie auch internationale Wettbewerbsfähigkeit schaffen. Innovationsfähigkeit bedeutet, neue Technologien, Verfahren, Prozesse und Produkte zu entwickeln und diese Vorteile kommerziell umzusetzen. Technologieführerschaft oder überlegene Produktqualität schützen Unternehmen vor Kostenwettbewerb,  erhöhen ihre Preissetzungsmacht und eröffnen somit Wettbewerbsvorteile.

Um innovationsfähig zu bleiben, ist eine entsprechende Unternehmenskultur notwendig. Wie gelingt es Ihnen, Innovationen in der DNA Ihres Unternehmens verankern, auch wenn Sie nicht Apple oder Amazon sind?

Eine innovationsfreundliche Unternehmenskultur – Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit

Als Angestellte eines weltweiten Elekronikkonzerns habe ich einige Seminare zum Thema „Innovation“ miterlebt. Unter anderem verbrachten wir Stunden damit, anhand der Analyse der verschiedenen Persönlichkeiten das innovationsfreudigste Team zusammenzustellen. Heute bin ich davon überzeugt, dass die Innovationsorientierung eines Unternehmens grundsätzlich eine Frage der Einstellung der Firmenleitung und der Mitarbeiter ist. Ohne die innovationsfördernde Ausrichtung eines Unternehmens führen auch die bewährtesten Instrumente und Methoden nicht zu nachhaltigem Erfolg.

Gerade Kleinunternehmen und Mittelständler sind durch Vorteile wie rasche Reaktionszeiten, direkte Entscheidungswege, unmittelbare Motivation, kostengünstige Strukturen und die ausgeprägte Kundenorientierung besonders geeignet, Innovationen zu erschaffen.

Knappe Finanzen, ein zu kleines Projektportfolio, Informations- und Wissensdefizite hinsichtlich Trends und des (weltweiten) Markts oder ein geringes methodisches Wissen in Sachen Innovationsprozesse können sich hingegen negativ auf die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens auswirken.

Unternehmerisch tätig sein, heißt innovativ zu sein. So ist die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens häufig mehr eine Denkhaltung denn eine bewusst gewählte strategische Positionierung. Jeder von uns besitzt die Fähigkeit zur Innovation,warum also nicht auch Sie?

check-up innovation

Die vier Innovationsbereiche

Generell unterscheidet man vier verschiedene Arten von Innovationen:

– Produkt- und Dienstleistungsinnovation

– Prozess- oder Verfahrensinnovation

– Kultur- und Sozialinnovation

– Geschäftsmodellinnovation.

Das Ziel einer Produkt- oder Dienstleistungsinnovation ist die Erhöhung des Kundennutzens anhand eines verbesserten Produktes oder einer verbesserten Dienstleistung.

Die Prozessinnovation hingegen optimiert den Weg der Leistungserbringung und nicht die Leistung selbst. Prozesse und Verfahren werden kreativer gestaltet mit dem Ziel der Produktivitätssteigerung.

Kultur- und Sozialinnovation entstehen im Mitarbeiterbereich. Erhöhung der Zufriedenheit am Arbeitsplatz oder ein verbesserter Marketingprozess können Ziele der Sozialinnovation sein.

Geschäftsmodellinnovation ist die anspruchsvollste Innovationsart, da sie meist die gesamten Ablaufprozesse des Unternehmens beeinflusst und die bewusste Veränderung eines bestehenden Geschäftsmodells als Ziel hat. Dank des neuen Modells sollen Kundenbedürfnisse besser befriedigt werden.

Oft sind heutige Innovationen nicht mehr so fundamental wie die Erfindung von Flugzeugen oder Elektrizität. Vielmehr sind es hilfreiche Anpassungen, Adaptionen aus anderen Branchen oder Kombinationen von Lösungen. Digitalisierung und neue technologische Möglichkeiten verändern Konsommationsverhalten und Erwartungen der Kunden.

Erfolgreiche Unternehmen nutzen die vorhandenen Ressourcen für ihre Innovationsfähigkeit, haben den Mut, in Netzwerken Wissen auszutauschen und verfolgen die Umsetzungen ihrer Ideen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen.

Check-Up Innovation : 10 Fragen zur Innovationsfreundlichkeit Ihres Unternehmens

Beantworten Sie jede der Fragen mit Ja / nein / zum Teil:

1) Verfügen Sie gegenüber ihren Wettbewerbern in gewissen Bereichen über einen Vorsprung?

2) Werden die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden von Führung und Mitarbeitern wahrgenommen?

3) Führen Sie mit Ihren Kunden gemeinsame Innovationsprojekte durch?

4) Gibt es in Ihrer Firma zentrale Personen, die für die Innovationsfähigkeit Ihres Unternehmens verantwortlich sind?

5) Setzen Sie gute Ideen Ihrer Mitarbeiter zügig um?

6) Verfügen Sie über gute Frühwarnsysteme und erfassen Sie systematisch Wissen über Märkte, Trends und Kunden?

7) Würdigen Sie gute Ideen Ihrer Mitarbeiter (monetär und/oder öffentliche Bekanntmachungen)?

8) Passt sich ihre Organisation aufgrund Ihrer Innovationsstrategie den Marktbedürfnissen an?

9) Bilden sich Ihre Mitarbeiter regelmäßig weiter?

10) Sind Sie als Unternehmer in Netzwerken zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus derselben oder anderen Branchen?

Sie können sämtliche Aussagen mit Ja beantworten? Dann gehören Sie zu den besonders innovationsfreundlichen Unternehmen. Falls sich Kreuze bei « teilweise » oder « nein » gehäuft haben, lohnt es sich, Maßnahmen einzuführen, welche die Innovationskultur in Ihrem Unternehmen (noch) stärker verankern. Für Tipps dazu stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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